Das Festenland

Neben dem nördlichen Sewerien und der südwestlichen Mark ist das Festenland der dritte große Landesteil des Bornlandes. Begrenzt wird das Festenland im Norden durch die Rotaugensümpfe, im Süden durch das Perlenmeer, im Osten durch den Walsach und im Westen durch den Born.

Bedeutende Städte wie Neersand und Festum, die freie bornische Hauptstadt gehören ebenso zum Festenland wie berühmte historische Stätten, wie z.B. das theaterritterliche Pilkamm oder Wjassuula, die einstige Hochburg der Goblins.

Das südliche Festenland beinhaltet einen ausgedehnten Küstenstreifen mit Fischerei- und Viehwirtschaft sowie ein sanftgewelltes Hügelland mit fruchtbarem Boden, weiter nördlich wird das Land rauher. Hier findet man hauptsächlich tiefe Wälder und nur allenthalben einmal ein kleines Dorf oder eine alte trutzige Wehrburg.

Die Menschen des Festenlandes sind auch heute noch stark im Glauben ihrer Urahnen, der Theaterritter, verwurzelt. Rondras Ideale werden hochgehalten, die Praioskirche hingegen hat nach wie vor einen schweren Stand, denn mögen auch viele hundert Götterläufe seit den Gräueltaten der Priesterkaiserzeit verstrichen sein, vergessen sind sie deshalb noch lange nicht.

Die meisten Menschen im Festenland sind leibeigene Bauern, ihren Bronnjaren auf Gedeih und Verderb untertan. Sie werden schon unfrei geboren, leben und arbeiten für ihre Grundherren und sind Zeit ihres Lebens an die Scholle gebunden, zu der sie gehören. Nur in den Städten gibt es freie Bürger, die niemandem erbuntertan sind. Hier blüht und gedeiht auch der Handel mit all den Gütern, die das Bornland produziert und mit denen, die es benötigt. Die Herrscher im Festenland aber sind die Bronnjaren, alteingesessene Adlige, die ihren Familienstammbaum bis in die Zeit der Theaterritter zurückverfolgen können und die auf ihrem eigenen Grund und Boden die unumschränkten Machthaber sind. Und mit Sitz und Stimme in der Adelsversammlung bestimmen sie auch mit über die Geschicke des gesamten Landes.

Trotz aller Kriege und Kämpfe, die gegen sie geführt wurden, leben aber auch immer noch zahlreiche Goblins im Festenland – auch außerhalb ihrer städtischen Ansiedlung in Festum. Insbesondere das Tal der Balgericke ist eines ihrer Rückzugsgebiete und in den letzten Jahren ist das rotpelzige Volk dort wieder deutlich zahlreicher und aktiver geworden, was die leibeigenen Bauern in der Gegend inzwischen beängstigend finden und was die bronnjarischen Adligen immer wieder auf den Plan ruft.